Die fünf Flugfunkzeugnisse auf einen Blick
Die Flugfunkverordnung (FlugfunkV, § 2) kennt fünf Sprechfunkzeugnisse. Sie unterscheiden sich in zwei Punkten: nach welchen Flugregeln du funken darfst – nur Sichtflug oder auch Instrumentenflug – und in welcher Sprache.
| Zeugnis | Flugregeln | Sprache | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| BZF II | VFR | Deutsch (nur in Deutschland) | – |
| BZF I | VFR | Deutsch und Englisch | – |
| BZF E | VFR | Englisch | – |
| AZF | VFR und IFR | Deutsch und Englisch | BZF I oder BZF II, ab 18 |
| AZF E | VFR und IFR | Englisch | BZF E, ab 18 |
Quelle: FlugfunkV §§ 2 und 3.
AZF oder AZF E – der Unterschied
Beide Zeugnisse erlauben dir den Sprechfunk bei Flügen nach Sicht- und Instrumentenflugregeln. Der Unterschied liegt in der Sprache:
- AZF: Sprechfunk auf Deutsch und Englisch.
- AZF E: Sprechfunk nur auf Englisch. Das AZF E gibt es seit 2012 – vor allem für Piloten, die ausschließlich auf Englisch funken.
Geprüft wird beim AZF E derselbe Stoff: derselbe Fragenkatalog und derselbe IFR-Praxisteil. Nur die Übersetzungsaufgabe für BZF-II-Inhaber entfällt. Entscheidend ist meist die Voraussetzung: Das AZF baut auf dem BZF I oder BZF II auf, das AZF E auf dem BZF E.
Unsere Empfehlung: Wenn du ein BZF I oder BZF II hast – wie fast alle Piloten in Deutschland –, ist das AZF dein Ziel. Es deckt beide Sprachen ab und ist der direkte Weg über eine Zusatzprüfung.
BZF oder AZF – was ist der Unterschied?
Das BZF ist das Funkzeugnis für den Sichtflug (VFR). Das AZF erweitert es um den Instrumentenflug (IFR). Dafür kommen in der Prüfung hinzu:
- IFR-Regeln und -Verfahren, Flugsicherungsausrüstung, Funknavigation und Radarverfahren,
- die Vorbereitung eines IFR-Flugs zwischen zwei Verkehrsflughäfen mit Flugplan,
- der Sprechfunk eines IFR-Flugs auf Englisch – mit Streckenfreigabe, SID, STAR und Anflug.
Ohne BZF geht es nicht: Das AZF ist immer eine Zusatzprüfung. Wer noch gar kein Funkzeugnis hat, startet mit dem BZF – zum BZF-Kurs von GAT.
Zusatzprüfungen: vom einen Zeugnis zum nächsten
Ein höherwertiges Sprechfunkzeugnis erwirbst du über eine Zusatzprüfung (§ 10 FlugfunkV). Für AZF und AZF E gibt es diese Wege, mit den Gebühren der Bundesnetzagentur (Stand November 2025):
| Von | Nach | Gebühr |
|---|---|---|
| BZF I | AZF | 86 € |
| BZF II | AZF (mit englischer Übersetzungsaufgabe) | 91 € |
| BZF E | AZF E | im Antragsformular nicht genannt |
| AZF E | AZF | 80 € (laut Antragsformular) |
Quelle: Bundesnetzagentur, Hinweise zum Antrag (Stand November 2025); FlugfunkV Anlage 2.
Häufige Fragen
Brauche ich BZF I, um das AZF zu machen?
Nein. BZF I oder BZF II reichen. Mit BZF II kommt im praktischen Teil eine englische Lese- und Übersetzungsaufgabe dazu – alle Details.
Kann ich mit dem AZF E in Deutschland IFR fliegen?
Ja, das AZF E berechtigt zum Sprechfunk bei VFR- und IFR-Flügen – allerdings nur auf Englisch. Auf Deutsch darfst du damit nicht funken.
Kann ich vom AZF E später auf das AZF wechseln?
Ja, über eine Zusatzprüfung. Die Bundesnetzagentur nennt dafür im Antragsformular eine Gebühr von 80 € (Stand November 2025).
Bereitet der GAT-Kurs auch auf das AZF E vor?
Ja. Theorie und IFR-Praxisteil sind identisch. Sag uns nach der Buchung einfach, welches Zeugnis du anstrebst.